01. August 2016

Greenpeace Energy: Risikokapital für Bürgerenergieprojekte

Greenpeace Energy und Planet energy starten neues Angebot für Bürgerenergieprojekte, damit diese auch Projekte nach EEG 2017 realisieren können.

Foto: fotolia/bright

Mit einem neuen Beratungs-, Dienstleistungs- und Finanzierungsangebot will Greenpeace Energy zusammen mit seiner Kraftwerkstochter Planet energy kleineren Akteuren auch zukünftig die aktive Teilhabe an der Energiewende ermöglichen.

Durch die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgeschriebene Umstellung auf Ausschreibungen zum 1. Januar 2017 werden Bürgerenergieprojekte benachteiligt. Sie können die Kosten und Risiken einer Teilnahme an den Ausschreibungen schwerer stemmen also große Bieter. Größere Unternehmen mit einer Reihe von Projekten verkraften es eher, wenn einzelne Projekte scheitern. Bürgerenergiegenossenschaften zum Beispiel planen meist nur ein Projekt. Erhält dies den Zuschlag, kann die Genossenschaft das verlorene Geld nicht über andere Projekte kompensieren.

Planet energy bietet deshalb an, die Ausschreibungs- und Genehmigungsrisiken abzusichern. "Wir stellen Kapital zur Verfügung, damit Bürgerenergie-Akteure weiterhin ihre Projekte umsetzen können", so Greenpeace-Energy-Vorstand Sönke Tangermann.  "Das neue EEG verlangsamt den Ausbau der erneuerbaren Energien und bevorzugt große Unternehmen", sagt Sönke Tangermann, "dennoch sehen wir Chancen für die Bürgerenergie. Mit unserem Angebot wollen wir kleinen Akteuren helfen, diese Chancen zu nutzen."

Planet energy könne sich an den Projekten beteiligen und durch Dienstleistungen und zusätzliches Kapital die Bürgerenergiegesellschaft in die Lage versetzen, Belastungen wie die Pönale zu bewältigen. Die so genannte "Pönale" ist eine Art Strafzahlung. Für jede Anlage, die an einer Ausschreibungsrunde teilnimmt, muss eine Summe in fünfstelliger Höhe hinterlegt werden. Erhält der Akteur den Zuschlag und setzt das Projekt dann aber nicht um, wird dieser Betrag einbehalten.

Darüber sollen Energiegenossenschaften und Bürgerprojekte, die sich an Planet energy wenden, individuelle Unterstützungsleistungen für ihr Projekt erhalten. Kleinen Akteuren, deren Planungen unter den Bedingungen des neuen EEG scheitern, bietet die Kraftwerkstochter von Greenpeace Energy zudem finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten an Projekten von Planet energy an - etwa, um bereits genehmigte Windparks gemeinsam mit Bürgerenergie-Akteuren zu realisieren.

Unter www.planet-energy.de/buergerenergie  ist das Angebot zusammengefasst

Zur Presseinformation von Greenpeace Energy

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