10. März 2017

Mieterstrom: Ministerium plant Förderung zwischen 2,2 und 3,8 Cent pro Kilowattstunde

Das Bundeswirtschaftsministerium hat ein Eckpunktepapier zum geplanten Mieterstromgesetz vorgelegt. PV-Mieterstrommodelle sollen mit einem direkten Einspeisetarif gefördert werden

Foto: Heidelberger Energiegenossenschaft eG

Nach den Plänen des Bundeswirtschaftsministeriums soll die Förderung 8,5 Cent pro Kilowattstunde unter EEG-Vergütung für eingespeisten Solarstrom aus Dachanlagen liegen. Bei derzeitiger EEG-Vergütung sind das 2,21 Cent pro kWh für Anlagen zwischen 40 und 100 kW, 3,47 Cent pro kWh bei Anlagen zwischen 10 und 40 kW und 3,81 Cent pro kWh bei kleinen Anlagen unter 10kW. Dabei soll bei den Photovoltaikanlagen sowohl der Solarstrom vergütet werden, der ins Netz eingespeist wird als auch der Anteil, der direkt an Mieter geliefert. Die Förderung will das Ministerium auf jährlich 500 Megawatt begrenzen.

Es bleibt damit bei der vollen EEG-Umlage für die Direktlieferung von Strom an Mieter. In der Verordnungsermächtigung zum EEG 2017 war noch vorgesehen, Mieterstrommodelle über eine reduzierte EEG-Umlage zu fördern und wie Eigenverbrauch zu behandeln.

Der Energie-Experte der Grünen, Oliver Krischer, zeigte sich skeptisch, ob der Vorschlag in der knappen Zeit bis zur Sommerpause zu einem ausgereiften Gesetz werden kann. Gegenüber dem SPIEGEL sprach Krischer von einer überhasteten „Show-Nummer“ vor den Wahlen. „Wenn die SPD Mieterstrom ernst hätte nehmen wollen, hätte sie schon über drei Jahre Zeit gehabt, das Gesetz einzuführen."

Zum Eckpunktepapier des Bundeswirtschaftsministeriums

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