27. Juni 2017

PV lohnt sich

Einspeisen, vermieten, direktliefern: Welche Geschäftsmodelle mit Photovoltaikanlagen attraktiv sind, stellt eine aktuelle Studie der Energieagentur Rheinland-Pfalz vor.

(c) fotolia

Photovoltaik-Anlagen lohnen sich für eine dezentrale Stromerzeugung, denn sie können sowohl im betrieblichen als auch im kommunalen Umfeld sehr gut eingesetzt werden. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „attraktive Geschäftsmodelle mit PV-Anlagen“ der Energieagentur Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen B E T.

In der Studie werden sinnvolle Vermarktungsmöglichkeiten und Geschäftsmodelle für Photovoltaik-Anlagen vorgestellt. Das größte Potential sehen die Autoren in der Direktlieferung, Miet- und Pachtmodellen sowie Mieterstrom. Sie stellen jedoch auch energetische Quartierskonzepte sowie Systemdienstleistungen wie die Teilnahme an Regelenergiemärkten dar.

Die Studie richtet sich an Energieversorger, Kommunen, kleine und mittelständische Unternehmen), Wohnungsbaugesellschaften und natürlich Bürgerenergiegesellschaften (BEG). Sie will den Akteuren eine Entscheidungshilfe geben, mit der sie PV-Versorgungmodelle ökonomisch und ökologisch bewerten können.

Die Beschreibung folgt einer einheitlichen Struktur: Was ist das Nutzenversprechen? Worin liegt der Mehrwert für die jeweiligen Kundengruppe(n)? Welche Kundengruppen werden mit welchem Geschäftsmodell angesprochen? Welche Ausgestaltung ist für wen die sinnvollste Variante? Wer ist wie an der Wertschöpfung beteiligt usw.? Die Ertragslogik und Wirtschaftlichkeit wird anhand von Musterberechnungen dargestellt.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick

  1. Photovoltaik-Anlagen sind im kommunalen und gewerblichen Umfeld wirtschaftlich: Der Betrieb einer Photovoltaik-Anlage ist heute mindestens kostendeckend möglich, unabhängig davon, ob der erzeugte Strom eingespeist, eigenverbraucht oder an Dritte geliefert wird.
  2. Die Volleinspeisung ist weiterhin wirtschaftlich: Die Studie sieht die Amortisationszeit liegt je nach verwendeter Photovoltaik-Technologie, Leistung, Ausrichtung und Finanzierung der Photovoltaik-Anlage zwischen 10 und 12 Jahren
  3. Mieterstrommodelle haben ein hohes Umsetzungspotential. Besonders für Energie-versorgungsunternehmen, Bürgerenergiegesellschaften und Wohnungsbaugesellschaften sei dieses Geschäftsmodell interessant.
  4. Areale intelligent verknüpfen: Energetische Quartierskonzepte mit Strom, Wärme und Mobilität setzen sich laut Studie zukünftig mehr und mehr am Markt durch. Photovoltaik-Anlagen können einen Beitrag dazu leisten, solche Projekte wirtschaftlich umzusetzen.

Die Langfassung der Studie ist Online zum Download verfügbar

 

 

@ 2014 Netzwerk Energiewende jetzt | Links | Impressum | Datenschutzerklärung | Kontakt
Ev. Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft
Dietmar Freiherr von Blittersdorff (Projektleitung)
Kronstraße 40 | 76829 Landau
Tel.: 06341-9858-16 | Fax: 06341-9858-25
info@energiegenossenschaften-gruenden.de