16. September 2013

Energiegenossenschaften brauchen starke Netzwerke und eine gemeinsame Stimme

Erstes bundesweites Treffen von Landesverbänden und Vernetzungsinitiativen von BürgerEnergiegenossenschaften in Mainz

Mainz, 13.9. Die Vernetzung von BürgerEnergieGenossenschaften muss weiter vorangetrieben werden, in den Ländern wie im Bund. Das ist die einhellige Meinung der Landesnetzwerke und Vernetzungsinitiativen von Energiegenossenschaften aus mehreren Bundesländern. Die Netzwerker sowie Vertreter von Genossenschaftsverbänden haben sich am vergangenen Freitag in Mainz zu ihrem ersten bundesweiten Austausch getroffen. Eingeladen hatte das Landesnetzwerk BürgerEnergieGenossenschaften Rheinland-Pfalz e.V. (LaNEG e.V.) 

„Die Bürgerenergie braucht eine gemeinsame starke Stimme, das zeigen die aktuellen Vorschläge der Monopolkommission, die im Auftrag der Bundesregierung die Abschaffung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) und die Einführung eines Quotensystems vorschlägt“, sagt Dietmar von Blittersdorff vom Netzwerk Energiewende jetzt. „Das wäre das Aus für die Bürgerenergie.“ 

Starke Netzwerke der Bürgerenergie 
Regionale Netzwerke bzw. Landesnetzwerke wie in Rheinland-Pfalz können die Interessen der Bürgerenergie in die Umwelt-, Wirtschafts- und Energieministerien der einzelnen Länder tragen. „Die politische Stimme der Bürgerenergie muss auch auf Länderebene eingebracht werden, denn über den Bundesrat können die Länder die Energiepolitik im Bund mitbestimmen“, sagt Verena Ruppert, Geschäftsführerin des LaNEG e.V. 

Eine bundesweite Initiative bereitet derzeit die Gründung eines Bundesnetzwerkes Bürgerenergie vor. Die Netzwerker in Mainz begrüßten die Vernetzung auf Bundesebene und damit eine politische Stimme der Bürgerenergie in Berlin. „In der Auseinandersetzung um die Kosten der Energiewende muss verstärkt die gesellschaftliche Verantwortung und die nachhaltige Entwicklung von Bürgermodellen eingebracht werden“, sagt Michael Welz von der Bürgerenergie Thüringen e.V. „Die Energiewende steht für weit mehr als eine Modernisierung der Energieversorgung. Sie steht für einen gesellschaftlichen Wandel hin zu einem nachhaltigen Wirtschaftsmodell. an dem die Menschen sich aktiv beteiligen“, sagt Fabian Zuber von der Kampagne „Die Wende – Energie in Bürgerhand“. „Eine Energiewende in Bürgerhand bedeutet demokratische Teilhabe, gesellschaftliche Gerechtigkeit und regionale Wertschöpfung.“ 

Genossenschaften brauchen Professionalisierung 
Aus Sicht der Vertreter der Genossenschaftsverbände ist die Professionalisierung von Energiegenossenschaften ein zentrales Ziel. Nur mit hauptamtlichen Vorständen könnten neue Geschäftsfelder wie Direktverbrauch, Genossenschaften als Energieversorger und die Projektierung von Bürgerwindrädern erschlossen werden. Dazu fehlen oft in den Genossenschaften die finanziellen Mittel. Das Dilemma: Ohne Hauptamtliche keine wirtschaftliche Entwicklung, ohne wirtschaftliche Entwicklung keine Mittel für Hauptamtliche. 

Die Vernetzung von Energiegenossenschaften kann hier eine Entlastung bringen. Vernetzung bedeutet Erfahrungsaustausch, gemeinsame Entwicklungen, Entlastung im operativen Geschäft. „Was der einzelnen Genossenschaft nicht möglich ist, das vermögen viele (zusammen)."

Presseinformation des Landesnetzwerkes BürgerEnergiegenossenschaften Rheinland-Pfalz e.V. 

Zur Presseinformation als pdf

 

Kontakt: Dr. Verena Ruppert, Diether-von-Isenburg-Str. 9-11, 55116 Mainz Tel.: 06131-6939558 E-Mail: info@laneg.de 

 

 

 

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