23. Juni 2015

Effizienzwende braucht Bürgerbeteiligung

Energiesparen „in Bürgerhand“ kann ein wesentlicher Faktor für die Energiewende sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie im Auftrag von Bündnis Bürgerenergie (BBEn) und Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Foto: Jörg Farys

Die Potentiale sind riesig im Effizienzmarkt. Wirklich heben lassen sich die Einsparmöglichkeiten mit der Beteiligung der Menschen. Dies ist das Ergebnis der neuen Studie „Energiesparen in Bürgerhand - Vom Modellprojekt zum Standbein der Energiewende von unten", die das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) im Auftrag von Bündnis Bürgerenergie und BUND und erstellt hat. „Nur durch direkte Beteiligungen wird es einen substantiellen Schub beim Einsparen von Energie geben“, so die Autoren. Vor Ort greifen lokales Wissen, Verantwortung und Vernetzung ineinander. Ein weiterer großer Vorteil des Energiesparens in Bürgerhand liege darin, dass lokal vorhandenes Kapital auch lokal investiert wird. Das komme den Menschen und der Umwelt unmittelbar zugute. „Und zwar nicht nur als Investition in mehr Energieeffizienz, sondern auch als Investition zum Energiesparen und zu mehr Nachhaltigkeit direkt in der Region, für nachhaltigere Lebensstile und Klima-Bildung.“

„Die Erfolgsgeschichte der Bürger-Energiewende im Strombereich sollte auch beim Energiesparen fortgeschrieben werden“, sagte Thomas Banning, Vorstandsvorsitzender des Bündnis Bürgerenergie e.V.Energiesparen in Bürgerhand reicht von der energetischen Sanierung von Schulgebäuden über den Einbau stromsparender Beleuchtung in Stadtcafés, kleineren Unternehmen und öffentlichen Liegenschaften bis zum Bau und Betrieb kommunaler Nahwärmenetze. Die Studie stellt Beispiele solcher Projekte vor. 

"Politische Entscheidungsträger der Bundesregierung, der Bundesländer und der Kommunen sollten im eigenen Interesse den großen Potentialen der Bürger-Effizienzwende Rechnung tragen“, heißt es in der Pressemitteilung von BBEn und BUND weiter. Private oder genossenschaftliche Initiativen sollten durch geeignete Förderung, klare rechtliche Regelungen, Risikoabsicherungen und einen verstärkten Wissenstransfer begünstigen werden.

Zur Pressemeldung über die Studie

Hier können Sie die Studie downloaden

 

 

 

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