22. September 2016

Wirtschaftliche Nahwärmnetze: Überdimensionierung vermeiden

Wärmeverluste mindern die Effizienz von Nahwärmenetzen. Fünf Maßnahmen, wie sie gesenkt werden können

Foto: REHAU AG + Co

Viele Wärmenetze wurden oft zu groß dimensioniert und haben Wärmeverluste von bis zu 25 Prozent. Hohe Wärmepreise sind die Folge. Diese Verluste müssen durch Ausschöpfen der heute verfügbaren technischen Maßnahmen auf ein Minimum reduziert werden. In der Phase der Netzplanung treffen Energiegenossenschaften Entscheidungen, die für Jahrzehnte Bestand haben und das wirtschaftliche Überleben einer Betreibergesellschaft maßgeblich mitbestimmen.

Mit einem Dreiklang von intelligenter Netzkonzeption, optimaler Planung und Auswahl der passenden Systembestandteile gelingt es, die Wärmeverluste zu verringern. Der Leitgedanke dabei: Überdimensionierung vermeiden.

Zwei der fünf Maßnahmen: 

  • Fehlt in den Heizsystemen der Gebäude ein hydraulischer Abgleich der Heizkreise, führt dies zu hohen Rücklauftemperaturen im Heizkreis. Bei Anschluss an ein Nahwärmenetz kommt es auch zu hohen Rücklauftemperaturen im Netz. Bei niedrigen Rücklauftemperaturen ist die sogenannte Temperaturspreizung höher und es können kleiner dimensionierte Leitungen eingesetzt werden. Die Konsequenz: Niedrigere Investitionskosten und geringere Wärmeverluste.
  • Bei erdverlegten Rohrleitungssystemen können die Wärmeverluste durch Einsatz von hochwertigen und langlebigen Dämmmaterialien minimiert werden. Dabei spielt die Dämmstärke eine entscheidende Rolle. Die Mehrinvestition in eine einfach oder zweifach verstärkte Dämmung amortisiert sich oft bereits nach zehn Jahren.

Weitere Maßnahmen sind: die richtige Berücksichtigung des Gleichzeitigkeitsfaktors, der Einsatz von so genannten DUO-Leitungen (zwei Medienleitungen in einem Außenmantel) und eine Optimierung von Leitungsnebensträngen.

Erfahren Sie mehr über effiziente Wärmenetze im Fachartikel von Olaf Kruse, Projektentwickler für Energiegenossenschaften und Projektleiter bei Rehau AG + Co

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