28. Oktober 2016

(Wie) geht Wind für Energiegenossenschaften?

Können Bürgerenergiegesellschaften die Ausnahmeregelungen im EEG 2017 nutzen und wenn ja, wie? Darüber berichtet in Energiekommune in ihrer Oktoberausgabe in einem Hintergrundbeitrag.

Foto: Lange (Netzwerk Energiewende Jetzt e.V.)

Die Ausschreibungspflicht führt für Energiegenossenschaften und andere Bürgerenergiegesellschaften zu einem zusätzlichen Risiko. Sie müssen die Sicherheitsleistung für die Teilnahme an der Ausschreibung hinterlegen. Bei einer 3-MW-Windenergieanlage beträgt diese 45.000 Euro. Diese Summe können Energiegenossenschaften nur über einen Kredit aufbringen.

Beteiligung an der Ausschreibung ohne BImSchV-Genehmigung

Die Energiekommune zitiert Fachleute, die bezweifeln, dass eine Beteiligung an einer Ausschreibung ohne immissionsrechtliche Prüfung Sinn macht. Schließlich könne das Genehmigungsverfahren auch scheitern.  „Aus Bankensicht sind die Vorteile, insbesondere der Verzicht auf die BImSchV-Genehmigung, keine wirklichen Vorteile“, so Volker Will, Fachbereichsleiter Bürgerbeteiligungen, von der Deutschen Kreditbank AG (DKB) in der Energiekommune.

Banken und Projektierer wollen Energiegenossenschaften unterstützen

Schon Anfang August (siehe unsere Meldung vom 1.8.2016) hat die Greenpeace Energy-Tochter Planet Energy Bürgerenergiegesellschaften angeboten, sich an Windprojekten zu beteiligen und durch Dienstleistungen und zusätzliches Kapital die Bürgerenergiegesellschaft in die Lage versetzen, an Ausschreibungen teilzunehmen. Die GLS Bank bietet Bürgerenergiegesellschaften Risikokapital bis zu 100.000 Euro an und beteiligt sich bis zu einem Drittel an der Eigenkapitalzwischenfinanzierung für die Projektentwicklung. Es könnte laut Energiekommune sein, dass Projektierer künftig den Bürgerenergiegesellschafen das Risiko abnehmen.

Bestpreis als Chance?

Bürgerenergiegesellschaften bekommen laut EEG für ihr Windprojekt den gleichen Preis wie der teuerste Bieter der jeweiligen Ausschreibungsrunde. Das könnte für Windprojektierer die Zusammenarbeit interessant machen. Es lohnt sich also, genau zu beobachten, welche Kooperationsmodelle erprobt werden.

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