15. Mai 2014

Bürgerenergie in Bayern vernetzt sich

In Bayern schließen sich Energiegenossenschaften und andere Bürgerenergiegesellschaften zum Netzwerk Bayerische Bürgerenergie e.V. zusammen. „Bürgerenergie ist die letzte Bastion einer dezentralen und regenerativen Energiezukunft.“

Ende April hat sich in München das Landesnetzwerk „Bayerische Bürgerenergie e.V.“ gegründet und einen sechsköpfigen Vorstand gewählt. Der landesweite Zusammenschluss will die gemeinsamen wirtschaftlichen, politischen und zivilgesellschaftlichen Interessen aller Bürgerenergie-Akteure bündeln. Dazu zählen die rund 240 bayerischen Bürgerenergiegenossenschaften, Stadtwerke, die sich mehrheitlich in öffentlicher Hand befinden sowie andere Gesellschaften, die dezentrale und regenerative Bürgerenergieprojekte betreiben.

„Als unabhängige und zentrale Interessenvereinigung der bayerischen Bürgerenergie-Gesellschaften unterstützen wir unsere Mitglieder beim Erhalt und der Verbesserung ihrer Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit und sorgen für bessere Rahmenbedingungen“, so Vorstandssprecher Markus Käser und Dieter Emmerich über die wesentlichen Ziele. Bürgerenergie ist die letzte Bastion einer dezentralen und regenerativen Energiezukunft.“

„Etwas für die nachhaltige Energieversorgung in ihrer Region zu tun, die Energiewende mitgestalten und gleichzeitig eine Rendite zu erwirtschaften - das wollen viele Bürger in Bayern. Dennoch organisiert der Gesetzgeber auf Bundes- und Landesebene aktuell Rahmenbedingungen, die neue Bürgerenergieanlagen unmöglich machen. Unsere Bürger und unseren bayerischen Unternehmen werden somit der Möglichkeit beraubt“, so Käser weiter. „Ohne Bürgerenergie keine Energiewende.“

Bürgerenergie sei der Marktführer bei der Erzeugung von Ökostrom. Rund ein Viertel des bayerischen Stromverbrauches werde durch erneuerbare Energien erzeugt. Fast jede zweite Kilowattstunde davon komme aus Anlagen, die Bürgern gehören. Bürgerenergie leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Marktvielfalt und kommt auf einen fast viermal so großen Anteil wie die großen Energieversorger. „Bürgerenergie sorgt dabei für regionale Wertschöpfung. Bayern profitiert beispielsweise mit einem jährlichen Überschuss von 1,2 Mrd. Euro aus der EEG Umlage am stärksten von allen Bundesländern“, rechnet Schatzmeister Oliver Eifertinger vor.

Vorsitzender des neuen Netzwerkes ist Markus Käser vom Energie- und Solarverein Pfaffenhofen, Stellvertreter Dieter Emmerich von der Bürgergenossenschaft Energiewende Erlangen und Erlangen Höchstadt eG (EWERG eG). Schatzmeister ist der Rechtsanwalt und Steuerberater Oliver Eifertinger. Als Beisitzer wurden Katharina Habersbrunner von der Münchener Bürgerenergiegenossenschaft BENG eG, Lisa Badum von der KEG - Die KlimaschützerInnen eG und Thomas Pollakowski, von der Energiegenossenschaft Untermain gewählt. Der Sitz des Vereines soll Pfaffenhofen an der Ilm sein.

Mitglieder gewinnen, Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache und erste politische Maßnahmen werden neben der formalen Gründung die ersten Aktivitäten sein. Mittelfristig sieht der Verein den Aufbau einer Geschäftsstelle vor.

Quelle: Pressemitteilung Bayerische Bürgerenergie e.V. iG

Bayerische Bürgerenergie e.V. (i.G.)
Markus Käser, Vorsitzender
markus.kaeser@gmx.de
Tel.: 01634031165 

Dieter Emmerich, Stv. Vorsitzender
dieter.emmerich@nospamewerg.de
Tel.: 09131/409899

@ 2014 Netzwerk Energiewende jetzt | Links | Impressum | Datenschutzerklärung | Kontakt
Ev. Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft
Dietmar Freiherr von Blittersdorff (Projektleitung)
Kronstraße 40 | 76829 Landau
Tel.: 06341-9858-16 | Fax: 06341-9858-25
info@energiegenossenschaften-gruenden.de