25. Juli 2013

Energiegenossenschaften weiter auf Erfolgskurs

130.000 Mitglieder, 1,2 Milliarden Euro Invest, Strom für jährlich 160.000 Haushalte. Energiegenossenschaften sind unverzichtbar für die Energiewende.

Energiegenossenschaften spielen für eine dezentrale Energiewende eine immer größere Rolle. Dies ist das Fazit einer aktuellen Umfrage des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands (DGRV). die der DGRV gestern zusammen mit dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) und der Agentur für Erneuerbare Energien e.V. (AEE) in Berlin vorgestellt hat.

Mehr als 130.000 Mitglieder zählen die Energiegenossenschaften in Deutschland, 50 Prozent mehr als 2012. 1,2 Milliarden Euro haben die Mitglieder bereits in Bürgerkraftwerke investiert. Die genossenschaftlichen Bürgerkraftwerke erzeugen schon heute rund 580 Millionen Kilowattstunden Ökostrom, das entspricht dem jährlichen Strombedarf von 160.000 Haushalten. Auch die Anzahl der Energiegenossenschaften wächst auf hohem Niveau weiter. Auffällig ist laut DGRV, dass sie ihre Projekte mit dem hohen Eigenkapitalanteil von rund 50 Prozent realisieren. „Die Bürger wollen eben mit eigenem Geld an der Energiewende mitwirken und dabei auch die regionale Wertschöpfung unterstützen“, sagte Dr. Eckhard Ott, Vorsitzender des Vorstands des DGRV.

Die Mehrheit der Genossenschaften setzt bei ihren Investitionen weiter auf Solarstrom, immerhin 41 Prozent wollen ihre Geschäftsfelder um die Windenergie erweitern. Zudem will etwa jede zweite Genossenschaft (52 Prozent) zukünftig auf die regionale Direktvermarktung des selbsterzeugten Stroms setzen. „Es lohnt sich, den Ökostrom selbst zu verbrauchen oder Abnehmer in der Nähe damit zu beliefern. Die Energiegenossenschaften demokratisieren damit nicht nur die Stromerzeugung, sondern jetzt auch schrittweise die Stromversorgung“, sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar.

„Für die Akzeptanz der Energiewende sind Bürgerenergieprojekte unverzichtbar“, sagt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der AEE. Damit Bürgerenergieprojekte auch in Zukunft ihren Teil zu einer erfolgreichen Energiewende beitragen können, ist auch die Politik gefragt. „Als wichtigste Erfolgsfaktoren nennen die Mitglieder der Energiegenossenschaften langfristig verlässliche politische Rahmenbedingungen und den Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien“, so Vohrer weiter.

Zur Presseinformation des DGRV

 

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