26. Februar 2011

Aktiv für die Energiewende - Projektentwickler Kurs 2

Ende Januar haben 25 Projektentwickler für Energiegenossenschaften ihre Weiterbildung absolviert. Hochmotiviert, gut vernetzt engagieren sie sich für die Energiewende und machen die Genossenschaft zu ihrem Ding. Einige Beispiele

 

„Wir müssen alle Kräfte bündeln“

Solar-Bürger-Genossenschaft eG, Freiburg und Wörth
„Energiegenossenschaften sind das perfekte Vehikel für einen Strukturwandel zur dezentralen Energiewirtschaft, denn sie sind überall dort verfügbar, wo sie verbraucht werden“, sagt Kaj Mertens-Stickel. „Wir müssen alle Kräfte bündeln, jetzt wo den Erneuerbaren laufend neue Steine in den Weg gelegt werden.“ Dafür seien Netzwerke sehr wichtig, wie sie durch die Wei-terbildung zur Projektentwicklerin geknüpft werden.
Seit Anfang Februar 2011engagiert sich Kaj Mertens-Stickel als Vorstand in der Solar-Bürger-Genossenschaft, die ihren Sitz nach Freiburg verlegt hat. „Dort kann ich die ganze Bandbreite des Gelernten anwenden, Geschäftsplanung, Marketing, Projektentwicklung und vieles mehr.
Kontakt:  Kaj Mertens-Stickel, SolarBürgerGenossenschaft eG, Tel. 0761 407361, E-Mail: info@nospamsolargeno.de, www.solargeno.de


Eine europäische Energiegenossenschaft gründen

Solar-Bürger-Genossenschaft eG,  Regionalbüro Wörth
„Die Weiterbildung hat mich beflügelt“, sagt Michael Linder aus Wörth am Rhein. Lange Jahre schon ist er dort in der Agendagruppe aktiv. Nun ist er frisch gewählter Aufsichtsrat der Solar-Bürger-Genossenschaft eG in Freiburg und will in Wörth eine Regionalgruppe der Solarbürger aufbauen. Mit möglichen Vermietern von Dächern ist er schon im Gespräch. Außerdem arbeitet er an einer längerfristigen Vision: Die Gründung einer Europäischen Energiegenossenschaft.  Was ihn motiviert? „Ich werde Opa und will meinen Enkeln eine gute Umwelt übergeben“.
Kontakt:  Michael Linder, E-Mail: linder-michael@nospamweb.de, info@nospamsolargeno.de


Ein breites Netzwerk knüpfen

Friedrich-Wilhelm Raiffeisen | ENERGIE eG Untermain
Wer ist wo dran? Wer verfolgt welche Ideen? Ein breiteres Netzwerk wollte Klaus Jaxtheimer mit der Weiterbildung knüpfen. „Die vier Monate haben sich dafür gelohnt“.
Jaxtheimer will Erneuerbare Energien in der Gesellschaft etablieren.“ Beruflich tut er dies mit seiner Firma, die sich auf die Finanzierung von Projekten im Bereich Erneuerbarer Energien spezialisiert hat. Im Juni 2010 hat er die Friedrich-Wilhelm Raiffeisen | ENERGIE eG Untermain mitgegründet. Derzeit schiebt die Genossenschaft ihr erstes Projekt an, die  Beteiligung an einer 700KWp-Phovoltaikanalge im Bayernhafen in Aschaffenburg.
Kontakt: Friedrich-Wilhelm Raiffeisen | ENERGIE eG Untermain, Tel.: 09374/970177, E-Mail: info@nospamenergiegenossenschaft-untermain.de, www.energiegenossenschaft-untermain.de

 

„Viele Projekt unter ein Dach“

„Die Idee der Genossenschaft hat für mich gepasst“, sagt Zeljko Brkic, der in Trier Geschäfts-führer der Lokalen Agenda 21 ist. Vier Bürgersolarkraftwerke hat er schon als GbR mit auf den Weg gebracht. „Mit einer Genossenschaft lassen sich Projekte unter einem Dach bündeln“, sagt Brkic, noch im ersten Halbjahr  2011 will er eine Energiegenossenschaft gründen. Die Weiter-bildung zum Projektentwickler war dafür „hilfreich, lehrreich, eine gute Zusammenarbeit.“
Kontakt: Zeljko Brkic , Tel.: 0651-99177-54 ;E-Mail: brkic@nospamla21-trier.de, www.la21-trier.de/


Die Westerwälder Zukunfts-eG auf den Weg bringen

Er sei Netzwerker seit 25 Jahren, sagt Peter Müller. Im Westerwälder Initiativen- und Betriebe-Netz e.V. (WIBeN) leitet er die Geschäftsstelle. „Wie ich eine Genossenschaft gründe, stand bei mir im Vordergrund der  Weiterbildung“, sagt Müller. Die Regionalentwicklung ist sein Thema, eine Westerwälder Zukunfts-eG die Idee, bei der Energie eine Schlüsselthema ist.
Außerdem ist er „fest entschlossen“, die Qualifikation beruflich zu nutzen. Den Anfang hat er mit einem Kollegen mit einer Präsentation auf dem Solargipfel bei Wagner-Solar gemacht. „14 ernst gemeinte Anfragen zur Gründung von Genossenschaften habe ich da bekommen.“
Sein Resümee der Weiterbildung: „Eine hervorragende Stimmung, ein sehr gutes Lernklima und meisterliche Studienleiter.“
Kontakt: Peter Müller, Tel.: 02681-3062, E-Mail: pm@nospampmc57.de

 

„Selbst etwas in die Hand nehmen“

„Beeindruckend, welches Fachwissen im Kurs versammelt ist“, sagt Petra Gruner-Bauer. Die Weiterbildung zur Projektentwicklerin hat „Spaß auf mehr gemacht.“ Mehr heißt für sie, eine Energiegenossenschaft in der Verbandsgemeinde (VG) Wörrstadt zu gründen.  „Wir haben gute Erfahrungen mit drei Photovoltaikanlagen auf VG-eigenen Dächern, die zwei Bürgergemeinschaften als  GbR betreiben.  Nur in der Form einer Genossenschaft können wir viele Bürgerinnen und Bürger einbinden.“  Petra Gruner-Bauer hat die Idee dem örtlichen Unternehmerforum vorgestellt und mit Projektentwicklern aus dem Kurs ein erstes, die Gründung vorbereitendes Treffen gehabt. Neben Photovoltaikanlagen ist die Beteiligung an Windkraftanlagen geplant.
Kontakt:  Dr. Petra Gruner-Bauer , Tel.: 06732-64113, E-Mail: p.m.gruner-bauer@nospamt-online.de

 

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