28. März 2013

Fraunhofer-Institut: Photovoltaik stützt die Energiewende

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien sichert langfristig eine Energieversorgung zu vertretbaren Kosten. Die Bewertungen des Fraunhofer-Institutes zur Photovoltaik in Deutschland im Überblick.

Photovoltaik wird in unserer Energiezukunft eine bedeutende Rolle spielen. Dies ist eines der Ergebnisse der Übersicht zur Photovoltaik in Deutschland, die das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE am 21. März in aktualisierter Fassung vorgelegt hat.

2012 deckte die Photovoltaik mit 27,6 TWh rund 5,2 Prozent des Netto-Stromverbrauchs in Deutschland. Alle erneuerbaren Energien zusammen decken mehr als ein Viertel des Netto-Stromverbrauchs. An sonnigen Tagen liefert Strom aus PV-Anlagen bis zu 35 Prozent des momentanen Stromverbrauchs und damit einen Großteil der Tagesspitze. „Die PV liefert damit nicht nur relevante Beiträge zur Stromversorgung, sie stützt auch die Energiewende“, so das Fazit des Fraunhofer-Institutes für Solare Energiesysteme ISE

Die Politik habe entschieden, energieintensive Industriebetriebe weitgehend von der EEG-Umlage zu befreien. Im Jahr 2013 werde sich diese Befreiung auf 6,7 Mrd. Euro summieren. Im Ergebnis seien die Strompreise für die energieintensive Industrie in den letzten Jahren sogar gesunken. „Dabei profitiert die energieintensive Industrie nachweislich von der preissenkenden Wirkung des PV-Stroms an der Börse zu Spitzenlastzeiten.“ Ein Teil der PV-Umlage fließe so indirekt der energieintensiven Industrie zu. 

Nutzen des PV-Stroms systematisch unterschätzt
Zwar betrage die kumulierte Einspeisevergütung für PV-Strom bis einschließlich 2012 etwa 30 Mrd. Euro. Doch gleichzeitig sinke der Börsenstrompreis durch den PV-Strom den. „Damit sichert uns der EE-Ausbau langfristig eine Energieversorgung zu vertretbaren Kosten, da abzusehen ist, dass wir uns fossil-nukleare Energie nicht mehr lange leisten können.“

Fossil-nukleare Stromerzeugung wird subventioniert
Die fossile Stromgewinnung werde derzeit kaum durch Kosten für CO2-Zertifikate belastet, bei Zertifikatspreisen unter 10 Euro/t CO2. „Verglichen mit geschätzten, realistischen Preisen von 70 Euro/t ergibt sich rechnerisch eine Subvention von über 20 Mrd. Euro pro Jahr für fossile Kraftwerke.“ Laut Umweltbundesamt (2010) kosten umweltschädliche Subventionen den Steuerzahler ca. 48 Mrd. Euro pro Jahr. 

Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland

@ 2014 Netzwerk Energiewende jetzt | Links | Impressum | Datenschutzerklärung | Kontakt
Ev. Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft
Dietmar Freiherr von Blittersdorff (Projektleitung)
Kronstraße 40 | 76829 Landau
Tel.: 06341-9858-16 | Fax: 06341-9858-25
info@energiegenossenschaften-gruenden.de