18. Juni 2012

Die Energiewende gelingt … - nur mit dezentralen Strukturen

Die Energiewende ist beschlossene Sache. Doch was ändert sich nun wirklich? Für eine echte Wende muss noch viel getan werden, meinen die Schönauer Stromrebellen Michael und Ursula Sladek.

Ursula und Michael Sladek im Interview. Foto: Hans Schmid

Ursula und Michael Sladek sehen einen breiten gesellschaftlichen Konsens über die Notwendigkeit des Atomausstiegs. Doch noch wenig Anlass für Optimismus bei der Energiewende . „Was die Bundesregierung nach Fukushima beschlossen hat, ändert nichts an den bestehenden Strukturen des Energiemarktes. Solange die Politik nicht gezielt auf eine Veränderung dieser Strukturen hinarbeitet, dürfte der endgültige Atomausstieg bis zum Jahr 2022 kaum zu realisieren sein“, sagt Michael Sladek.

Bei der Energiewende müsse man ihre gesellschaftspolitische Dimension im Blick haben. Die Zentralisierung der Energieversorgung in den Händen einiger weniger Großunternehmen schaffe Abhängigkeiten, die sich schnell zu einer Gefahr für die gesamte Gesellschaft auswachsen könne. „Damit wird die Energiefrage im Kern auch zu einer Frage des demokratischen Selbstverständnisses: Wie wollen wir leben? Wohin entwickelt sich unsere Gesellschaft?“ 

Der Zentralismus lasse sich nur durch einen qualitativen Strukturwandel überwinden. „Statt in Großtechnologien und die Erweiterung zentraler Netze zu investieren, muss der Ausbau kleiner, dezentraler Strukturen vorangebracht werden. Das geht nur mit Bürgerbeteiligung.“

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