26. Februar 2014

Bürger kämpfen ums eigene Stromnetz

Die Teckwerke Bürgerenergiegenossenschaft bewirbt sich für das Stromnetz in Kirchheim/Teck. Bürger geben Zusagen von vier Millionen für den Netzkauf.

Teckwerke-Vorstände Felix Denzinger und Olaf Essig

Drei Ordner, 549 Seiten, Detailarbeit haben die Teckwerke bei ihrem Angebot für das Stromnetz in Kirchheim/Teck geleistet. „Wir wollen Transparenz im Energiesektor erreichen, sowie Mitspracherechte und faire Preise durchsetzen“, erläutert Vorstand Felix Denzinger. „Da wir keine so hohe Renditeerwartung wie ein Aktienkonzern haben, können wir Mehrwerte schaffen und die Netzentgelte senken. Somit können alle Bürger und Unternehmen vor Ort davon profitieren, wenn eine Genossenschaft das Netz übernimmt.“ Für dieses Konzept haben die Teckwerke bereits 2012 den deutschen Solarpreis bekommen.

Als professionellen technischen Partner für den Aufbau des eigenständigen Netzbetriebs in Kirchheim hat die Teckwerke Bürgerenergie eG die Stadtwerke Schwäbisch Hall gewonnen. „Wir wollen die bisherige Netzsicherheit und Kundenfreundlichkeit übertreffen“, sagt Vorstand Felix Denzinger.

Den Kaufpreis von mehreren Millionen Euro will die Bürgerenergiegenossenschaft aus Einlagen von Bürgern und Unternehmen finanzieren. „Wir haben schon Zusagen von über vier Millionen Euro für den Netzkauf“, meint Vorstand Olaf Essig. „Unser Ziel ist es, unseren Beitrag für eine verlässliche, stabile und umweltgerechte Energieversorgung zu leisten und gleichzeitig dazu beizutragen, dass die Energiekosten für Unternehmen und Haushalte bezahlbar bleiben.“  

Konkurrent um die Netzübernahme ist die EnBW, die mit der Stadt Kirchheim eine gemeinsame Netzgesellschaft gegründet hat. Bekommt diese den Zuschlag, soll das Netz wieder an den Energiekonzern verpachtet werden. Doch die EnBW biete der Stadt und den Bürgern wenig Einfluss, so die Teckwerke.

Zur Presseinformation

Teckwerke Bürgerenergie eG
Felix Denzinger
E-Mail: info@nospamteckwerke.de
www.teckwerke.de

 

 

 

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