14. März 2011

„Unser Mitgefühl gilt den Menschen in Japan“

Stellungnahme der Initiative „Energiewende jetzt“: Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (DEAE), innova eG, Evangelische Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft der Evangelischen Kirche der Pfalz.

Wir gedenken der Opfer des verheerenden Erdbebens und des Tsunamis in Japan. Unser Mitgefühl gilt den Menschen in Japan, die ihre Angehörigen verloren haben und selbst große Not erleben. Gleichzeitig schauen wir  mit Sorge um die Bevölkerung auf die drohende atomare Katastrophe in Japan.

Fast 25 Jahre nach Tschernobyl zeigen sich die Risiken der Kernenergie wieder  dramatisch. Wir halten es deshalb für verantwortungslos, weiterhin an der Kernenergie festzuhalten. Als Initiatoren des Projektes „Energiewende jetzt“ fordern wir die Rücknahme der Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke, das sofortige Abschalten alter Atommeiler und den Atomausstieg in Deutschland.

Mit der Förderung erneuerbarer Energien, der intelligenten Vernetzung vieler Versorgungssysteme und entschiedenen Maßnahmen zur Energieeffizienz und -vermeidung können wir die Energiewende jetzt realisieren.

Die Energieversorgung der Zukunft wird dezentral und erneuerbar sein. Wir setzen dabei auf das Engagement der vielen Bürgerinnen und Bürger, die ihre Energiezukunft selbst in die Hand nehmen möchten.

Andreas Seiverth, DEAE
Dr Burghard Flieger, innova eG
Dietmar von Blittersdorff, Evangelische Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft
Rainer Lange, Energiewende jetzt
Gunter Böhmer, Zentrum Bildung der Ev. Kirche in Hessen und Nassau

Bärbel Schäfer, Umweltbeauftragte der Evang. Kirche der Pfalz

 

 

Ausgewählte Statements zum Atomausstieg

Die Risiken der Kernenergie werden fast 25 Jahre nach Tschernobyl auf dramatische Weise erneut deutlich vor Augen geführt.“ ….
Es ist unverantwortlich, weiterhin auf diese Technologie zu setzen – sie übersteigt die Möglichkeiten des Menschen zur Verantwortungsübernahme.“
Hubert Meisinger, Umweltpfarrer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

"Wenn man tatsächlich Konsequenzen ziehen will  und auch die deutsche Bevölkerung keinem Risiko aussetzen will (in Japan hätte dieser Fall, so Experten, nie eintreten dürfen) – dann gibt es nur eine Antwort: Alte Reaktoren rasch vom Netz und am Atomausstieg festhalten.
Margit Conrad, Umweltministerin Rheinland-Pfalz

„Wir tragen Verantwortung für diese Erde. Kernenergie ist ein Zeichen menschlicher Verantwortungslosigkeit. Wir können keine Verantwortung für etwas übernehmen, was kein Mensch beherrscht.“
Alfred Buß, Präses der Evangelischen Landeskirche in Westfalen




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