25. Juli 2016

Energiewendepolitik auf Kosten der Arbeitsplätze bei den Erneuerbaren

Umsatz und Zahl der Arbeitsplätze in der Solarbranche sind drastisch gesunken.

Der Umsatz in der Solarbranche ist zwischen 2011 und 2014 um 74,2 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro zurückgegangen, meldete das Statistische Bundesamt in einer Pressmitteilung vom 18.7.2016. 2011 hatten Betriebe in Deutschland mit Waren und Leistungen der Solarbranche noch 10,6 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Den Einbruch des Umsatzes führen die Statistiker vor allem auf negative Entwicklungen in der Photovoltaik-Industrie zurück. Zwischen 2011 und 2014 sank der Umsatz mit Photovoltaikanlagen und Komponenten um 75,5 % von 13,3 auf 3,3 Milliarden Euro.

Auch die Zahl der in der Photovoltaikbranche in Deutschland ist drastisch gesunken. Nach Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) hat sie sich zwischen 2012 und 2013 von 100.300 auf rund 56.000 halbiert. 2014 ist sie nochmals auf 38.300 gesunken

Das Bundeswirtschaftsministerium zeichnet hingegen ein rosiges Bild. Auf seiner Website heißt es „Der Umbau der Energieversorgung setzt Impulse für Wachstum und Beschäftigung“.

Der genaue Blick auf die Zahlen zeigt anderes: Die Bruttobeschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland sank zwischen 2012 und 2014 von knapp 400.000 auf rund 355.400 Personen. Davon arbeiteten im Jahr 2014 130.500 Personen im Bereich Wind onshore. Nachdem im neuen EEG 2017 der Windausbau stark reduziert wird, ist auch in der Windbranche ein Verlust vieler Arbeitsplätze zu befürchten.

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