02. Januar 2017

Zeigen Sie Solarsolidarität mit Tschernobyl-Kindern

In Weißrußland bietet das Kinderzentrum NADESHDA Tschernobyl-Kindern Erholung. Nun plant das Zentrum eine große PV-Freiflächenanlage, um sich selbst mit Ökostrom zu versorgen – und setzt ein Zeichen für die Erneuerbaren im Atom- und Kohlestaat Belarus.

Foto: Verein Leben nach Tschernobyl e.V.

Das Kinderzentrum NADESHDA bietet jährlich 4000 Kindern und Jugendlichen aus den durch die Tschernobyl-Katastrophe belasteten Gebieten Erholung und Rehabilitation. Mit einer eigenen Freiflächen-Photovoltaikanlage will nun NADESHDA bilanziell so viel grünen Strom erzeugen, wie es selbst verbraucht. Die geplante PV-Anlage ist 30 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe ein Leuchtturmprojekt für die Entwicklung der erneuerbaren Energien in der Republik Belarus. Der Verein Leben nach Tschernobyl, der von Deutschland aus die Arbeit des Zentrums unterstützt, organisiert die Spendenkampagne „Solarsolidarität Nadeshda“, um den Bau der Anlag zu finanzieren.

Das Kinderzentrum ist schon länger ein Energiepionier in der Republik Belarus. Bereits vor 10 Jahren wurden ein Holzkessel und thermische Solaranlagen installiert, um Wärme aus Holz und Sonne zu produzieren. Für die geplante PV-Freiflächenanlage mit einer Leistung von 600kW ist inzwischen das staatliche Genehmigungsverfahren abgeschlossen und dem Kinderzentrum eine Lizenz zum Aufbau und Betrieb der PV-Anlage erteilt worden. Dem Kinderzentrum ist ein 2,5 ha großes Grundstück in der Nähe des Dorfes Ilja (Rajon/Landkreis Wiljeka) unentgeltlich übertragen worden. Der staatliche Vergütungstarif für die Eispeisung ins öffentliche Stromnetz beträgt das 1,7fache des regulären Strompreises und wird ab Inbetriebnahme für zehn Jahre garantiert.

Im Oktober unterzeichneten Andreas Seiverth, Vorsitzender des Vereins „Leben nach Tschernobyl“, und Wjatscheslaw Makuschinskij, Direktor des Kinderzentrums Nadeshda eine Vereinbarung mit der Maxsolar GmbH zum Bau der Freiflächenanlage. Maxsolar hat sich auch bereit erklärt, die Investitionssumme solange nicht in Rechnung zu stellen, bis genügend Spendengelder eingeworben seien, berichtet pv-magazine. Der Baubeginn des Solarparks ist für April 2017 geplant. Ende Juli 2017 soll die Photovoltaik-Freiflächenanlage feierlich in Betrieb genommen werden.

Das Solarprojekt im Kinderzentrum NADESHDA unterstützen

Die Gesamtinvestitionen für die Anlage sind mit 720.000 Euro veranschlagt. Bisher hat der Verein „Leben nach Tschernobyl“ 406.000 Euro zusammen. 300.000 Euro fehlten noch. Privatpersonen haben laut Verein bisher 132.000 Euro gespendet, der Energieversorger Mainova 130.000 Euro, EWS Schönau 50.0000 Euro, Greenpeace Energy und die Umweltstiftung Greenpeace 40.000 Euro, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat weitere 48.000 Euro beigesteuert. Wir vom Netzwerk Energiewende Jetzt e.V. unterstützen das Projekt und bitten Sie um Mithilfe, damit die restliche Spendensumme zusammen kommt.

Unterstützen Sie das Projekt mit Ihrer Spende als Energiegenossenschaft oder Einzelperson.

Spendenkonto:
Leben nach Tschernobyl e.V.
Evangelische Bank
– Stichwort: Solarsolidarität –
IBAN: DE03 5206 0410 0004 1144 00        
BIC: GENODEF1EK1 

Der Verein „Leben nach Tschernobyl“ ist nach dem Deutschen Spendensiegel zertifiziert. Sie können einfach und sicher auch online spenden:

Informationen des Vereins zum aktuellen Stand der Solarsolidarität

„Nadeshda“ heißt auf Russisch Hoffnung

Um Hoffnung geht es auch beim Rehabilitations- und Erholungszentrum Nadeshda in Weißrussland, das 80 Kilometer nordwestlich der weißrussischen Hauptstadt Minsk in einem Naturschutzgebiet liegt. Hier können sich Kinder und Jugendliche, die in den besonders stark kontaminierten Gebieten in der Umgebung des Atomkraftwerks Tschernobyl leben und aufwachsen müssen, erholen und stärken. Viele von ihnen sind krank, weil die radioaktiven Strahlen auch 30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ihr Immunsystem schwächen. Sie erkranken an Leukämie und Schilddrüsenkrebs. Informationen zum Kinderzentrum finden Sie hier.

Bei Fragen zum Projekt gibt der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Andreas Seiverth, gerne Auskunft: a.seiverth@nospamt-online.de, Telefon: 0163 – 23 55 368

 

 

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