Von der Ehrenamtlichkeit zur Hauptamtlichkeit

Energiegenossenschaften haben sich viel Know-how und Professionalität erarbeitet, zum größten Teil mit engagierten Ehrenamtlichen. Doch mit dieser Struktur stehen sie vor einem Dilemma. Auf der einen Seite haben sie begrenzte Ressourcen und Kapazitäten. Auf der anderen Seite erfordern komplexere Projekte mehr Arbeitsaufwand und neue fachliche Qualifikationen.

Der Ausweg ist eine kluge Wachstumsstrategie, die Diversifizierung der Geschäftsbereiche, das Entwickeln neuer Geschäftsmodelle, mit denen regelmäßig zusätzliche Erlöse erzielt werden.

Das heißt als Konsequenz, die fachliche Professionalisierung stärker in den Fokus nehmen und hauptamtliche Strukturen zu entwickeln. Ein erster Schritt kann eine Teilzeitkraft für die Verwaltung sein. Dies entlastet den Vorstand und gibt ihm mehr Raum für die operative Tätigkeit. Weitere Möglichkeiten sind:

  • Interne Vergütung der Projektentwicklung
  • Beschäftigung externer Dienstleister auf Provisionsbasis
  • Die Gründung von 100-Prozent-Servicetöchtern als GmbH, die mit festangestellten Kräften z. B. neue Projekte entwickeln oder Dienstleistungen übernehmen. 

Einige Bürgerenergiegenossenschaften haben mittlerweile „bezahlte professionelle Strukturen“ geschaffen, mit guten Erfahrungen. Beispiele sind die Energiegenossenschaft Starkenburg eG, die EnerGeno Heilbronn Franken eG, die Energiegewinner eG, die Heidelberger Energiegenossenschaft (HEG) eG, die Jurenergie eG und andere mehr.

Mehr zum Thema Professionalisierung finden Sie in der Studie „Geschäftsmodelle für Bürgerenergiegenossenschaften“, S 79ff. 

Regionale Wertschöpfung in Bürgerhand und professionelles Management: Jurenergie eG

Die Bürgerenergiegenossenschaft Jurenergie e.G. steht für eine regional und dezentral organisierte Energiewende. Die Jurenergie investiert in einzelne Erneuerbare Energien-Projekte im Landkreis, der Stadt Neumarkt oder im näheren Umkreis und vermarktet die gewonnene Energie. Mehr zur Jurenergie

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