Heidelberger Energiegenossenschaft kooperiert mit Wohnprojekt in Mannheim

Stichworte: Photovoltaik, Mieterstrom, Direktlieferung, Stromlieferung, Kooperation Wohnprojekt, Smart Metering

Die Heidelberger Energiegenossenschaft hat auf dem Dach des Wohnprojekts umBAU² Turley eine Photovoltaikanlage errichtet. Sie beliefert die Bewohnerinnen und Bewohner mit dem erzeugten Strom und versorgt sie zudem mit „Heidelberger Bürgerstrom

Auf einem Konversionsgelände in Mannheim (Turley-Areal) hat das Wohnprojekt umBAU² Turley ein Mehrfamilienhaus umgebaut, in dem etwa 25 Menschen leben. Im Oktober 2016 haben die Bewohnerinnen und Bewohner den Einzug gefeiert. Das Haus wird durch günstige Mieten zu einer sozialen Durchmischung des neu entstehenden Stadtteils beitragen. Zwei Wohnungen werden an Flüchtlinge vermietet, um zur Integration von geflüchteten Menschen in Mannheim beizutragen. Das Wohnprojekt glänzt über die Photovoltaikanlage hinaus durch seine ökologischen Baustoffe und sein energetisches Konzept. Das Haus ist fast energieautark und vom Verbrauchskonzept her komplett CO2-frei. Es findet keine Verbrennung statt.

Das Wohnprojekt hat sein Dach für eine Photovoltaikanlage zur Verfügung gestellt. Die Heidelberger Energiegenossenschaft (HEG) hat die Anlage gebaut und betreibt sie mindestens für die nächsten 20 Jahre. Der erzeugte Strom wird für die Mietparteien und die Wärmepumpe verwendet. Überschüsse werden in das Stromnetz eingespeist. Zudem liefert die HEG mit dem „Heidelberger Bürgerstrom“ den benötigten Reststrom an die Bewohnerinnen und Bewohner. Laut Planung wird mindestens die Hälfte des erzeugten Solarstroms auch im Gebäude genutzt.

Die HEG hat einen Zweirichtungszähler eingebaut, der zählt was in das Gebäude geliefert wird und einen Erzeugungszähler, der zählt was in der Anlage erzeugt wird. Die einzelnen Mieterinnen und Mieter besitzen Kundenzähler, über diese werden sie abgerechnet. Es ist also ein Summenzählermodell, bei dem alle Mieterinnen und Mieter mitmachen. In den kommenden Wochen (Stand Mai 2017) wird der Smart-Meter nachgerüstet.

Die Investition für die Photovoltaikanlage in Höhe von rund 360.000 Euro hat die Heidelberger Energiegenossenschaft aus einer Mischung aus Genossenschaftsanteilen und Nachrangdarlehen finanziert.

Hürden und Risiken

Der Aufwand bei einem kleinen Projekt mit einer Größe von 25 kWp ist fast so hoch wie bei einem großen PV-Projekt. Wirtschaftlich „lohnt“ sich das im Verhältnis zum Ertrag kaum. Für die Energiewende sind solche Prosuming-Projekte natürlich ein kleiner Beitrag, der auch im Sinne der Energiegenossenschaft ist.

Erfolgsfaktoren

Das Projekt ist skalierbar. Man sollte aber mindestens 100 kWp, besser noch größere Projekte finden, damit die Anlagenpreise günstig sind und sich der einmalige Initiierungsaufwand lohnt.

Wohnprojekte sind eine interessante Gruppe. Sie sind häufiger wie umBAU² Turley an nachhaltigen Energiekonzepten interessiert. Außerdem verfolgen sie ein zukunftsfähiges Ziel gegen die Vereinzelung der Gesellschaft.

Technische Details

Photovoltaikanlage: Turley Barracks in Mannheim, Gebäude des Wohnprojekts umBAU2Turley

  • Anlagengröße: 24,96 kWp (96 Solarmodule)
  • Investitionskosten < 30.000 €

Material und Fotos

Das energetische Konzept des Wohnprojekts umBAU² Turley

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Postfach 120353 69066 Heidelberg
Tel: 06221 / 326 21 75
E-Mail: info@nospamheidelberger-energiegenossenschaft.de
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