05. November 2019

Energiegenossenschaften für den Weg in die Zukunft stärken

Das Energiedorf Herbram-Wald gewinnt Ideenwettbewerb „Energiegenossenschaft der Zukunft“ in Nordrhein-Westfalen. Chancen von Kooperationen als Schwerpunkt der 6. Fachtagung Bürgerenergie in Düsseldorf.

Die Verantwortlichen des Energiedorfs Herbam-Wald; Michael Geßner, NRW-Wirtschaftsministerium; Lars Ole Daub, EnergieAgentur.NRW (vlnr) Foto: EnergieAgentur.NRW

Das Erschließen neuer Geschäftsfelder ist für Energiegenossenschaften anspruchsvoll und zeitaufwendig. Um die nachhaltige Weiterentwicklung zu unterstützen, hat die EnergieAgentur.NRW im Auftrag des NRW-Wirtschafts- und Energieministeriums zum zweiten Mal den Ideenwettbewerb „Energiegenossenschaft der Zukunft“ ausgelobt. Gewonnen hat 2019 das Energiedorf Herbram-Wald eG. Herbram-Wald ist ein nördlicher Stadtteil von Lichtenau im nordrhein-westfälischen Kreis Paderborn.

The winner is …

„Die Energiegenossenschaften in NRW sind mit ihrem bürgerlichen Engagement ein wichtiger Akteur bei der Energiewende. Diesen Einsatz wollen wir unterstützen“, betonte Michael Geßner, Abteilungsleiter Energie, Klimaschutz, Bergbau beim NRW-Wirtschaftsministerium. Er und Lars Ole Daub von der EnergieAgentur.NRW ehrten auf der Fachtagung „Bürgerenergie & Energiegenossenschaften NRW 2019“ in Düsseldorf am 31. Oktober die engagierten Genossenschaftler aus Ostwestfalen. Der Gewinn für die Auszeichnung ist eine dreitägige Vor-Ort Beratung durch das Netzwerk Energiewende jetzt e.V. Ziel ist es, die Genossenschaft bei einer Entwicklung hin zu mehreren Geschäftsfeldern zu unterstützen.

Kooperationen schließen und gestalten

Die Bürgerenergieaktiven stehen angesichts der Klimakrise vor großen Aufgaben. Sinkende Einspeisevergütungen, komplexe Projektplanungen, auslaufende Förderzeiträume, unsichere Rahmenbedingungen und die Suche nach Nachfolgern sind Hürden, die zu bewältigen sind. Wie dies gelingen kann, diskutierten 90 Aktive aus Genossenschaften sowie Planer, Vertreter aus Kommunen, Stadtwerken usw. unter dem Motto „Kooperationen schließen und gestalten.“

„Das Engagement der Bürgerenergie und die vielen regionalen Projekte schaffen enorme Akzeptanz in der Bevölkerung“, so Dr. Andreas Ziolek, Leiter Netzwerke bei der EnergieAgentur.NRW. „Dabei spielen Kooperationen zwischen Bürgerenergiegesellschaften und Energiedienstleistern oder beispielsweise dem Wohnungsbau eine größere Rolle. Allerdings ist auch hier ein verlässlicher Rahmen fundamental für den Erhalt der Akteursvielfalt.“

Eine Kooperation unter Genossenschaften in NRW stellte Rolf Kinder von der Bergischen Bürgerenergiegenossenschaft eG vor, Dennis Kobus von der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) präsentierte die Zusammenarbeit von Energiegenossenschaft, Wohnprojekt und Stadtwerken bei einem Mieterstromprojekt. Beim eCarsharing arbeiten einige Genossenschaften derzeit an einer Dachgenossenschaft „eCarsharing in Bürgerhand“.

Am Nachmittag hatten die Teilnehmenden in insgesamt vier halbstündigen Workshops und Vorträgen die Gelegenheit, sich über Akquise, Planung und Bau von PV-Freiflächen zu informieren, mögliche Post-EEG Vermarktungsmodelle kennenzulernen oder Impulse für das Weiterentwickeln der Genossenschaft mitzunehmen.

 

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