Mieterstromprojekt: Heidelberger Energiegenossenschaft gewinnt Ideenwettbewerb

Unser Mitglied, die Heidelberger Energiegenossenschaft hat beim Wettbewerb „Neue Geschäftsmodelle für Energiegenossenschaften“ des baden-württembergischen Genossenschaftsverband (BWGV) den ersten Preis gewonnen.

Für das Konzept einer ganzheitlichen Quartiersversorgung von Wohnprojekten mit insgesamt 130 Personen erhielt die Heidelberger Energiegenossenschaft (HEG) den mit 25.000 Euro ausgestatteten Hauptpreis. Der mit 50.000 Euro dotierte Wettbewerb wurde erstmalig von den Elektrizitätswerken Schönau und dem BWGV durchgeführt.

Auf drei Mehrfamilienhäusern werden für den Eigenverbrauch optimierte Photovoltaikanlagen mit Speichermöglichkeiten installiert. Die Mieter nutzen den selbst produzierten Strom über ein Mieterstromprojekt direkt und beziehen bei Bedarf den „Heidelberger Bürgerstrom“ bei der Energiegenossenschaft. Elektronische „intelligente“ Zähler (Smart Metering) sorgen für eine hohe Transparenz des individuellen Stromverbrauchs, wobei der Einsatz von energiesparenden Geräten gefördert wird. Die Quartiersversorgung umfasst zudem eine Elektroladesäule und ein gemeinschaftlich nutzbares Elektro-Lastenrad. „Quartierskonzepte können eine der führenden Zukunftsideen für Energiegenossenschaften sein“, sagte BWGV-Präsident Dr. Roman Glaser bei der Preisverleihung.

Persönlichen CO2 –Fußabdruck reduzieren

Der zweite Platz des Ideenwettbewerbs ging an das Kommunikationskonzept der Bürgerenergie Dreiländereck aus Binzen. Obwohl Energiewende und Klimaschutz Generationenaufgaben sind, beteiligen sich noch nicht genügend an EnergieGenossenschaften. Dies ist u.a. auf die fehlende persönliche Betroffenheit beim Klimawandel zurückzuführen, so die These der Verantwortlichen der Bürgerenergie Dreiländereck. Die Energiegenossen verdeutlichen den Mehrwert einer Mitgliedschaft bei einer Energiegenossenschaft über die CO2-Einsparung dank regenerativ erzeugter Energie. Durchschnittlich hinterlässt jeder Bundesbürger, jede Bundesbürgerin einen CO2–Fußabdruck von 10,5 t CO2. Dieser individuelle Abdruck lässt sich durch Mitgliedschaft in der Genossenschaft kompensieren bzw. reduzieren.

Den dritten Preis erhielt die Ostalb-Bürger-Energie aus Aalen für die Kooperation mit der VR-Bank Ostalb beim geplanten Bau von zwei energieautarken Häusern. Die Energiegenossenschaft installiert und betreibt die regenerativen Anlagen. Geplant ist pro Haus eine Photovoltaikanlage mit Stromspeicher, die den Eigenbedarf zu rund 92 Prozent abdecken wird, sowie eine Solarthermische Anlage mit Langzeit-Wärmespeicher, die 75 Prozent des Wärmebedarfs erzeugt.

Neue Broschüre mit Erfolgsbeispielen aus Baden-Württemberg

Der BWGV hat 2018 zusammen mit dem Umweltministerium Baden-Württemberg die Broschüre „Energiegenossenschaften – Erfolgsbeispiele aus Baden-Württemberg“ herausgegeben. Zum kostenfreien Download.

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