Neuer Schwung für die Bürgerenergie, Energiewende Jetzt Newsletter 4/2019

Die neue Clear Energy Richtlinie der EU gibt Einzelpersonen, Energiegemeinschaften und Gemeinden das Recht, selbst Energie zu erzeugen, zu speichern, zu verbrauchen und zu handeln. Durch die Richtlinie erhält die Bürgerenergie-Bewegung einen enormen Schub. Welche Potentiale das birgt, erläutert die Broschüre „Europa entfesselt. Mehr dazu in diesem Newsletter.

Herzliche Glückwünsche an unser Mitglied, die HEG Heidelberger Energiegenossenschaft, die letzte Woche den renommierten Georg-Salvamoser-Preis bekommen hat. Die HEG hat für ein Wohnquartier ein integriertes Energiekonzept entwickelt. Das Urteil der Jury: „Dass Klimaschutz und kostengünstiger Wohnraum sich nicht widersprechen, zeigt die Heidelberger Energiegenossenschaft mit ihrem Projekt. Mutig und in vorbildhafter Weise setzen sie auch technische Neuentwicklungen wie Stromspeicher und Elektromobilität ein und beweisen, dass die mieterfreundliche urbane Energiezukunft im Quartier beginnt." Schauen Sie sich das  Video zum Quartiersprojekt an. Die Quartierversorgung ist auch Thema eines Praxisworkshops am 21. Juni.

Praxisworkshop MIETERSTROM UND QUARTIERSKONZEPTE ERFOLGREICH PLANEN UND UMSETZEN, 21. Juni in Frankfurt/Main

Das Potenzial für die Nutzung von Solarstrom in Mietshäusern und Wohnquartieren ist groß. Elektrolademöglichkeiten und die Integration von Speichern werden stärker nachgefragt. Welche Chancen dies eröffnet und wie Sie Mieterstrom- und Quartierversorgungsprojekte planen und umsetzen, thematisiert der Praxisworkshop mit den "Mieterstrom-Pionieren" der Heidelberger Energiegenossenschaft. Der Workshop vermittelt Ihnen das fachliche Knowhow, Mieterstrommodelle vor Ort zu realisieren (Mehrfamilienhaus, Gewerbe, Quartier usw.) Melden Sie sich gleich an. 

BUND und Bündnis Bürgerenergie fordern von Bundesregierung entschlossenen Ausbau der Erneuerbaren Energien

Vor den Folgen des energiepolitischen Stillstands in Deutschland haben der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und das Bündnis Bürgerenergie heute auf einer Pressekonferenz gewarnt. Nach dem Klimaschutzziel 2020 werde die Bundesregierung das Ziel für 2030 verfehlen, wenn sie nicht endlich entschlossen handle. Der Ausbau der Windenergie an Land sei z.B. in den letzten Monaten dramatisch eingebrochen. Der weitere Ausbau der Photovoltaik werde durch den 52-Gigawatt-Deckel bedroht, der nächstes Jahr erreicht wird. „Die Bundesregierung muss den Ausbau der Erneuerbaren Energien beschleunigen und entfesseln“, so der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Zur Pressemitteilung

Entfesselt statt bremsen: Energiewende in Bürgerhand - europaweit

Die Umstellung auf ein Energiesystem ohne fossile Energieträger ist die zentrale Zukunftsaufgabe. Europa als eine der reichsten Regionen der Welt steht in der Pflicht, an vorderster Stelle für das Klima zu kämpfen. In ganz Europa engagieren sich BürgerInnen, Energie-Gemeinschaften, Städte und Kommunen für eine sozial gerechte Energiewende. In der Broschüre „Europa entfesselt“ wird die neue EU-Richtlinie erläutert: Welche Rechte gibt sie BürgerInnen? Welche Potentiale birgt sie, um Menschen von Verbrauchern zu Marktteilnehmern zu machen? Wie kann sie in Deutschland in nationales Recht umgesetzt werden? Hier geht es zur Broschüre. 

Broschüre: Mieterstrom-Modelle in Hessen

Erfolgreiche Mieterstrom-Projekte in Hessen stellt die Hessische LandesEnergieAgentur (LEA) in einer Broschüre vor. So hat die BürgerEnergieRheinMain eG in einem Bestandsgebäude mit seniorengerechten Wohnungen, einem Neubau mit Sozialwohnungen und einer Kindertagesstätte Mieterstromversorgung eingeführt. LEA führt aktuell eine Mieterstromkampagne durch. Hier gibt es mehr Informationen.  Hier können Sie die Broschüre downloaden.

CO2 -Reduktion durch Humusaufbau

Schon ein Prozent mehr Humus auf den Äckern kann die gesamten CO2-Emissionen eines Jahres binden, meint die Stiftung Lebensraum und hat eine Initiative für regionale Humuszertifikate in Rheinland-Pfalz gestartet. Die Idee: Landwirte können klimaschädliche Emissionen aus der Region in Form von Humus binden. Unternehmen wiederum finanzieren diese Zukunftsarbeit, kaufen Humuszertifikate und stellen sich damit CO2-neutral. Übrigens: Unser Vorstand Dietmar von Blittersdorff ist im Kuratorium der Stiftung, die gemeinsam mit BürgerInnen Impulse setzen will für die Schaffung nachhaltiger, vernetzter und zukunftsfähiger Lebensräume. Der Ausbau der regenerativen Energien durch Bürgerenergiegenossenschaften verbindet sich so mit der Förderung einer regenerativen Landwirtschaft zu einer nachhaltigen Region. Lesen Sie mehr zur Initiative zum HumusaufbauWas will die Stiftung Lebensraum erreichen? 

Symposium „Boden gut machen“, 14. Juni 2019 in Kirchheimbolanden

Das Symposium richtet sich an Landwirte und Unternehmen in Rheinland-Pfalz, die gemeinsam ein gesundes Klima schaffen wollen. Unternehmen und Landwirte arbeiten Hand in Hand, um einen dauerhaften Humusaufbau in unseren Ackerböden zu ermöglichen. Veranstalter ist die Stiftung Lebensraum. Hier geht es zum Programm.

Bürgerenergiegenossenschaften als Promotoren der Energiewende

Im April ist das Projekt „Bürgerenergiegenossenschaften als Promotoren der Energiewende – Transfer des Prosumermodells durch Kompetenzvermittlung und Kommunikation (QualiEEGeno)“ gestartet. Förderer ist das Umweltbundesamt. Der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn will mit QualiEEGeno die Professionalisierung und Vernetzung von Bürgerenergiegenossenschaften voranbringen. Dies geschieht durch die Erarbeitung tragfähiger Geschäftsmodelle und die Entwicklung von Ansprachekonzepten. Qualifizierungen zu Mieterstrom, kalter Nahwärme und Energieeffizienz sowie Informationsmaterialien zu diesen Themen runden das Projekt ab. Zum Projekt in Kürze 

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